8. Oktober 2009

(RNA/sda). Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) unterstützt die Initiative «Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten». Mit Kriegsmaterial-Exporten mache die Schweiz in vielen Fällen ihre eigenen entwicklungspolitischen Bestrebungen zunichte.

So gelange Schweizer Kriegsmaterial in Länder, in denen auch das Heks tätig sei, etwa Bangladesch, Indien, Libanon oder Pakistan, schreibt das Hilfswerk in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Waffenexporte hätten verschiedene Auswirkungen auf die Entwicklung: Enorme Ressourcen flössen anstatt in Entwicklungsprojekte in militärische Ausgaben und Rüstung. Für Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Umweltausgaben bleibe zu wenig Geld übrig. Gerade autoritäre Regimes setzten ihre Waffen auch gegenüber der Zivilbevölkerung ein.
Die am 29. November zur Abstimmung kommende Initiative fordert ein Verbot der Aus- und Durchfuhr von Kriegsmaterial und besonderen militärischen Gütern aus der Schweiz. Ausgenommen sind einzig Geräte für die Entminung zum Schutz der Zivilbevölkerung.



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