„Die Beziehungen unserer Kirchen bestehen seit Jahrzehnten“, so Schneider vor der Synode der Reformierten Kirche in Ungarn. Lange Zeit seien sie von einer eher einseitigen Unterstützung der Ungarn durch die Rheinländer geprägt gewesen. „Aber in den letzten Jahren haben sie sich immer stärker zu einer echten bilateralen Partnerschaft entwickelt“, sagte der Präses. Diese neue Qualität der Beziehungen sollen durch den nun geschlossenen Partnerschaftsvertrag bekräftigt werden.
Wörtlich heißt es im Partnerschaftsvertrag: „Beide Kirchen erklären ihren ausdrücklichen Willen, eine Partnerschaft zu begründen, sie auszugestalten und das gemeinsame Handeln für die Zukunft zu stärken. Sie verstehen diese Partnerschaft als einen sichtbaren Schritt auf dem Weg des Miteinanders der Kirchen in Europa innerhalb der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und zur Stärkung der reformierten Traditionen in Europa. Um den zukünftigen gemeinsamen Weg beider Kirchen zu gestalten, verpflichten sich die Reformierte Kirche in Ungarn und die Evangelische Kirche im Rheinland zu einer engeren Zusammenarbeit im gemeinsamen Zeugnis und Dienst.“
Nach dem Vertrag sollen u.a. Gemeinde- und Kirchenkreispartnerschaften gefördert werden. Angedacht sind zudem gemeinsame Projekte und Programme in der Aus- und Fortbildung sowie in der Jugendarbeit.