Über die Liebe zu Büchern

The Bear Press - Dr. Wolfram Benda ACHTUNG! Verlängert bis 31. Juli!

Sonderausstellung mit Editionen der 1979 gegründeten Privatpresse The Bear Press.
Eine Ausstellung der Gesellschaft der Freunde der Johannes a Lasco Bibliothek.

The Bear Press - Dr. Wolfram Benda

Ausstellung 3.6. - 15.7.2012  ACHTUNG! Verlängert bis 31. Juli!
In einer Zeit, da Handwerk und Ethos des Handwerkers in der Buchherstellung durch eine immer mehr zunehmende Industrialisierung und Verwahrlosung gleichermaßen Schaden genommen haben, versucht die 1979 gegründete Privatpresse The Bear Press technisch und künstlerisch zu einem höchstmöglichen Grad der Vollendung ihrer Druckwerke vorzudringen. Aus diesem Grunde wird – entgegen allen Zeitströmungen – radikal das Prinzip der Handarbeit verfolgt. The Bear Press hat darum nicht im eiligen Fabrikationstempo Werk auf Werk gehäuft, nicht im unablässigen Lauern auf Nebenbuhler jeglichen Ranges in der Zahl und Schnelligkeit der Veröffentlichungen die Spitze zu halten gesucht – bislang erschien lediglich ein Buch im Jahr –, sondern sich einem einmal erwählten druckkünstlerischen Motiv mit all jener Geduld und jenem Fleiß hingegeben, die von einer allein auf das Sachliche gerichteten künstlerischen Gesinnung unzertrennlich sind. The Bear Press hat deshalb nicht viele Werke aus ihrem Arbeitsprozess entlassen, sondern nur an ganz wenigen Auserlesenheiten der Weltliteratur ihre bildende und künstlerische Kraft kundgegeben. «So der Beginn einer Selbstdarstellung der Presse. Ihr Anliegen und ihr Anspruch thematisieren die Suche nach dem Schönen, dessen Realisierung durch den harmonischen Zusammenklang von literarischem Gehalt, geistiger Durchdringung und künstlerischer Ausformung in jeder Edition aufs Neue erstrebt wird.

Zur Erfüllung dieser Programmatik ist Wolfram Benda von Haus aus bestens gerüstet: als Literaturwissenschaftler sowie Herausgeber einer großen philosophischen Gesamtausgabe (Lord Shaftesburys Werke und Briefe) verfügt er über die Fähigkeit, literarische Ausgrabungen zu machen und diese wissenschaftlich zu edieren. Zu seinem selbsterhobenen Anspruch gehört ferner die prinzipielle Neuübersetzung von fremdsprachigen Texten. Darüber hinaus ist jeder Edition ein erläuterndes die Erkenntnisse der neueren Forschung berücksichtigendes Nachwort beigegeben, welches den Zugang zum Text erleichtern soll. Gerade die kompromisslose Umsetzung dieses Konzepts fand nicht nur bei Freunden und Kunden Anklang, sondern auch bei drei renommierten Verlagen, die sich entschlossen, komplette Editionen der Bear Press als Lizenzausgaben zu übernehmen (Winkler/dtv/otto müller).

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Essentieller Bestandteil der Idee vom schönen Buch sind die in verschiedenen originalgraphischen Techniken ausgeführten Illustrationen. Mit sicherem Gespür gelang es dem Verleger, dem erwählten Text den geeigneten Illustrator und die angemessene Technik zuzuordnen.

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aus der Einführung von Rolf Reinhard Kniese, »Illustration 63«