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Für eine klare europäische Zuwanderungspolitik
Präses Alfred Buß würdigt Flüchtlingspolitik der Waldenser in Italien
Europäische Regierungen würden aus Angst vor rechtspopulistischen Stimmungen ihre Flüchtlingspolitik verschärfen, erklärte Buß. „Es ist unsere Aufgabe als Kirchen, dagegenzuhalten“, sagte der Präses. Auch die Leiterin der Waldenserkirche, Maria Bonafede, hält Abschottung für den falschen Weg. „Ich schäme mich für meine Regierung, die jahrzehntelang mit afrikanischen Diktatoren kooperiert hat“, sagte die Theologin im Gespräch mit der Kirchenleitungsdelegation aus Westfalen, die ihre waldensischen Partner besucht hat.
In einem Gottesdienst in einer evangelischen Gemeinde in Palermo, zu der viele Afrikaner gehören, betonte der Präses den Glauben als Grundlage der Hilfe für Flüchtlinge: Gerade für die Schwachen und Verletzbaren gelte die Zuwendung der Christen. „Ihr Waldenser seid ja schon lange auf diesem Weg“, sagte Buß in seiner Predigt. Er begrüßte das Urteil des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg vom 28. April, wonach Italien kein Recht hat, illegale Einwanderer zu verhaften, wenn sie sich der Ausweisung entziehen.
Eine zehnköpfige Delegation unter Leitung von Präses Buß war bis Sonntag in Italien unterwegs, um die evangelische Waldenserkirche zu besuchen, mit der die EKvW partnerschaftlich verbunden ist. Die Wurzeln der evangelischen Minderheitskirche reichen ins 12. Jahrhundert zurück. Sie wurde früher verfolgt. Die Waldenser zeichnen sich durch starkes soziales Engagement aus, etwa in der Hilfe für Flüchtlinge.
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Pressemeldung der EKvW, 2. Mai 2011
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