Margot Käßmann tritt zurück

''Ich kann nicht mit der notwendigen Autorität im Amt bleiben.''

Die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat ihren Rücktritt von der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland erklärt und zeitgleich heute (Mittwoch) auch ihr Amt als Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers niedergelegt.

Weiter in der epd-Meldung vom 24. Februar 2010 >>>

Erklärung der Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann >>>

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"Wir bedauern zutiefst, dass Margot Käßmann von ihren Ämtern zurückgetreten ist ..."
Gemeinsames Statement des stellvertretenden Ratsvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider, und der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, zum Rücktritt von Margot Käßmann >>>

Diakonie bedauert Rücktritt von Margot Käßmann
Berlin, 24. Februar 2009 Die Diakonie bedauert den Rücktritt von Margot Käßmann als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. "Wir bedauern den Rücktritt von Frau Käßmann sehr. Wir haben in der kurzen Zeit ihres Vorsitzes außerordentlich gut und konstruktiv zusammengearbeitet. Sie hat die sozialpolitischen Themen und die Anliegen der Menschen, die Hilfe brauchen, engagiert ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Dafür sind wir ihr sehr dankbar. Allerdings respektieren wir ihre Entscheidung und ihren Mut, diesen Weg zu gehen", erklären Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik und Kerstin Griese, Vorstand Sozialpolitik im Diakonie Bundesverband.

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V.
Ute Burbach-Tasso
Pressesprecherin

Zum Rücktritt von Margot Käßmann erklärte Alfred Buß, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen:

Bischöfin Käßmann hat die Verantwortung übernommen für eine Grenzüberschreitung, die Menschen an Leib und Leben gefährden konnte. Mit der ihr eigenen Aufrichtigkeit nimmt sie nun die Konsequenzen auf sich. Dafür gilt ihr mein Respekt und meine Solidarität.

Ihr Rücktritt macht mich aber auch sehr traurig. Margot Käßmann war in der Lage, Menschen unterschiedlicher Milieus unserer Gesellschaft mit der befreienden Botschaft des Evangeliums zu erreichen. Ihre Stimme wird künftig an wichtiger Stelle fehlen.

Als evangelische Christen wissen wir, dass es keine menschliche Unfehlbarkeit gibt. Wir bleiben alle auf Gottes Vergebung angewiesen. Diese Gewissheit macht uns frei, unsere Schwächen nicht zu leugnen, sondern ihre Folgen zu tragen. Und dann neu anzufangen.

Quelle: www.evangelisch-in-westfalen.de >>> 

In einer Stellungnahme am 24. Februar ließ der Vorsitzene der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, verlauten:

„Ich bedauere den Rücktritt der EKD-Ratsvorsitzenden, Landesbischöfin Margot Käßmann, mit der ich gerade erst die Zusammenarbeit in gemeinsamen Anliegen beginnen konnte. Ich kenne Frau Käßmann seit langem als einen Menschen, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, respektiere gerade deshalb ihre Entscheidung und kann diesen Schritt verstehen. Ich wünsche Ihr in dieser schwierigen Stunde Gottes Segen.“

In der Debatte um die Alkoholfahrt der evangelischen Landesbischöfin Margot Käßmann hat der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Stefan Vesper, „antiökumenische Untertöne“ kritisiert. „Schadenfreude und Häme treffen uns alle“, sagte Vesper am Mittwoch in Passau. (pm/faz/kna; Radio Vatikan am 25. Februar)


Barbara Schenck


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