Schweiz: Gottfried W. Locher als SEK-Ratspräsident nominiert

Weltweit geschätzter Öumeniker als Kandidat für Leitungsgremium der Schweizerischen Evangelischen Kirche vorgeschlagen

RNA (24.02.10). Der Berner Synodalrat hat den Theologen und Ökumeniker Gottfried W. Locher einstimmig als Kandidaten für das Präsidium des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) nominiert. Die Wahlen für die Nachfolge des Ende Jahr zurücktretenden Präsidenten Thomas Wipf finden im Juni statt.

Gottfried W. Locher ist am Mittwoch im Rahmen eines Mediengesprächs vom Berner Synodalrat als Brückenbauer, Theologe, erfahrener Leader und Ökumeniker vorgestellt worden. Der SEK solle koordinieren und repräsentieren, aber auch vermehrt theologische Plattforum darstellen, sagte Synodalratspräsident Andreas Zeller in Bern und bekräftigte, der Synodalrat der Kirchen Bern-Jura-Solothurn habe «einstimmig und aus Überzeugung» beschlossen, sein Mitglied Gottfried Locher als Kandidaten für das SEK-Präsidium vorzuschlagen. Es gehe nicht um einen Berner Machtanspruch, wie dies in der «NZZ am Sonntag» dargestellt worden sei, wurde am Mediengespräch vom Mittwoch gesagt.

Bern-Jura-Solothurn stelle dem Schweizer Protestantismus eine Person zur Verfügung, die mit Sicherheit nicht Berner Partikularinteressen vertreten werde. Am Mediengespräch zugegen waren auch Synodalrat Lucien Boder, SEK-Ratsmitglied und lange selber als Kandidat im Gespräch, sowie Pia Grossholz-Fahrni, Vizepräsidentin des Synodalrates, die beide für Lochers Kandidatur sprachen. Locher bringe «in der weltweiten Ökumene wichtige und geschätzte theologische Überlegungen mit ein», sagte Pia Grossholz, für ihn sei es selbstverständlich, sich in internationalen Gremien um Fragen von «Faith and Order» oder von «Life and Work» einzubringen.



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