Schweiz: Grundsätze für Dialog der Religionen in Kirchenordnung verankert

Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn legen Standortbestimmung für interreligiösen Dialog vor

RNA. Eine Teilrevision der Kirchenordnung zur Zusammenarbeit mit dem Judentum und mit weiteren Religionen hat am 25. Mai 2010 in der Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn einhellig Zustimmung gefunden.

RNA. Die ökumenischen Messeauftritte werden, so beschloss die Synode zudem, um weitere drei Jahre verlängert. RNA/comm. Mit der Broschüre «Begegnung und Dialog der Religionen» legen die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn laut einer Medienmitteilung als erste Landeskirche eine umfassende Standortbestimmung für den interreligiösen Dialog vor. Die in der Wintersynode 2009 vorgeschlagenen Präzisierungen konnten integriert werden. Die neue Regelung, so das Communiqué, ermögliche es den Kirchgemeinden, den interreligiösen Dialog lokal individuell und auf verlässlicher Grundlage zu pflegen.

Weiter genehmigte die Synode die Fortsetzung der ökumenischen Kirchenauftritte an der Ausstellung Bea und an der Hochzeitsmesse MariNatal für drei Jahre. Die Synode sieht den Nutzen einer niederschwelligen Kirchenpräsenz in der Öffentlichkeit: «Wir gehen unter die Leute und zu den Leuten», sagte Synodalratspräsident Andreas Zeller. Es wurde betont, dass auch ein kirchenfernes Publikum die Landeskirche als offene Such- und Weg-Gemeinschaft erlebe. Das Kirchenmikado als Aufhänger des diesjährigen Bea-Auftrittes fand gute Akzeptanz.

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