Schweiz: St. Galler Kirchengesangbuch von 1533 neu herausgegeben

Historische Quelle ''allerersten Ranges''

Das älteste Kirchengesangbuch der Deutschschweiz aus dem Jahr 1533 wird neu herausgegeben. Es handelt sich um eine Sammlung von 28 Liedern aus der Reformationszeit der Stadt St. Gallen. Vom ursprünglichen Gesangbuch existiert nur noch ein Exemplar.

ref.ch News/sda. Das gemeinsame Singen im Gottesdienst kam erst mit der Reformationszeit auf, wie es in einer Mitteilung der reformierten Kirch des Kantons St. Gallen vom Mittwoch heisst. In St. Gallen gab der Schulmeister und Prediger Dominik Zili im Jahr 1533 den Anstoss zum ersten Kirchengesangbuch «Zu Lob und Dank Gottes». Der St. Galler Theologe Frank Jehle, ehemaliger Pfarrer an der Universität St. Gallen und Herausgeber der Neuauflage, sieht im Buch von 1533 eine historische Quelle allerersten Ranges. Die Liedersammlung gebe tiefe Einblicke in die damalige Spiritualität.

Das einzige erhaltene alte Exemplar steht in der Herzog-August-Bibliothek im deutschen Wolfenbüttel; es galt lange als verschollen. Jehle hat für die Neuauflage ein Nachwort mit einer historischen und theologischen Einordnung sowie Erklärungen zu den Liedern verfasst. «Zu Lob und Dank Gottes» wird am 15. September im Waaghaus in St. Gallen vorgestellt.

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