Schweiz: Tessiner Reformierte gegen Anti-Grenzgänger-Kampagne

Gegen die Werbekampagne «Bala i ratt», die Grenzgänger als Ratten darstellt, wehrt sich die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Tessin (CERT) in einer Stellungnahme des Synodalrats. Der diskriminierende Stil dieser Kampagne gegenüber italienischen Grenzgängern sei abscheulich.

ref.ch NEWS. Die Organisatoren der Kampagne schreiben auf ihrer Website balairatt.ch, im Tessin seien 45000 Grenzgänger beschäftigt, was einen Viertel der Arbeitskraft im Kanton gleichkomme. Alle Tessiner könnten arbeiten, wenn nicht Maurer, Arbeiter, Kellner, Angestellte, Pflegepersonal, Forscher und Professoren aus dem nahen Italien ihnen die Stellen vor der Nase wegschnappten.

Die Kampagne diffamiere und kriminalisiere die Grenzgänger, schreibt Synodalratspräsident Tobias E. Ulbrich. Der Synodalrat sei besorgt, wie hier Hass zwischen Menschen im Tessin, in Italien und anderen europäischen Ländern gesät werde. Die CERT appelliert an alle Betriebe, Unternehmen, Spitäler und sozialen Einrichtungen, in denen Grenzgänger zum Wohl der Gemeinschaft arbeiten, ihre Entrüstung gegenüber der Kampagne und ihre volle Solidarität mit den eigenen Angestellten klar und unmissverständlich auszudrücken. Die christlichen Kirchen und Gemeinden werden von der CERT aufgefordert, «diese Kampagne (in religiöser Begrifflichkeit) als einen schweren Sündenakt anzusehen».

Quelle: www.ref.ch >>>

http://www.cers.ch/CERS/News >>>



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