Schweiz / AGCK: Arbeitsgruppe für Ausweitung der Taufanerkennung

Das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK) hat eine Arbeitsgruppe zur Ausweitung der Taufanerkennung der drei Landeskirchen von 1973 eingesetzt. Das teilt die AGCK in einer Medienmitteilung vom 3. MAi 2010 mit. Ziel ist die wechselseitige Anerkennung der Taufe durch eine möglichst grosse Zahl der Mitgliedkirchen.

RNA/kipa «Als Antwort auf die Verpflichtung der Charta Oecumenica und auf Anregung der Magdeburger Erklärung vom 29. April 2007 möchte die AGCK die wechselseitige Anerkennung der Taufe durch eine möglichst grosse Zahl ihrer Mitgliedkirchen erreichen», so der Arbeitsauftrag der Arbeitsgruppe. Die gegenseitige Anerkennung der Taufe durch möglichst viele Kirchen trage zur Konsolidierung des ökumenischen Dialogs und zum gemeinsamen christlichen Selbstverständnis bei. Die Arbeitsgruppe erstellt voraussichtlich bis Mitte 2012 einen Anerkennungstext. Eine der Grundlagen ist ein Gutachten des christkatholischen Theologen Urs von Arx. Dieser hat den aktuellen Stand der Mitgliedkirchen der AGCK ermittelt.

Bereits 1973 hatten der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK), die Römisch-katholische Bischofskonferenz der Schweiz und die Christkatholische Kirche der Schweiz eine gegenseitige Taufanerkennung beschlossen. Diese Erklärung soll nun in ihrem Wortlaut überprüft und ergänzt werden. Lucien Boder, Mitglied des SEK-Rates und Präsidiumsmitglied der AGCK, wird als Präsident der Arbeitsgruppe amten.

Dokumente und Gutachten finden sich unter: http://www.agck.ch/de-ch/projekte/taufanerkennung-ausweiten.html


RNA, 4. Mai 2010


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