Ungarn: 10 Jahre Gefangenenpfarrdienst

Vác, 5. Mai 2010. Zum zehnjährigen Bestehen des Gefangenenpfarrdienstes in Ungarn wurde im Gefängnis zu Vác eine Feierstunde gehalten, an der neben dem lutherischen Bischof János Ittzés, dem reformierten Bischof i.R. Dr. Mihály Márkus und dem katholischen Bischof Dr. Miklós Beer auch der ungarische Staatspräsident Dr. László Sólyom teilnahm.

Seit zehn Jahren gibt es in Ungarn Seelsorger, die hauptamtlich innerhalb der ungarischen Gefängnismauern Gottesdienste, Bibelstunden und Seelsorge anbieten. Gegenwärtig sind 17 katholische Priester, elf reformierte und vier lutherische Pfarrer sowie ein Rabbi hauptamtlich als Gefangenenseelsorger tätig. Neben- und ehrenamtliche Gefangenenseelsorger gibt es indessen seit rund zwei Jahrzehnten – sie bilden weiterhin eine bedeutende Säule dieses Arbeitsbereiches.

Für die gegenwärtige Seelsorge im Gefängnis ist bedeutsam, dass nicht nur einzelne Aktionen angeboten werden, sondern dass die Anwesenheit und Unterstützung durch die Seelsorger dauerhaften Charakter besitzt. Neben dem engen Kontakt zu den Angehörigen von Gefangenen zählen in letzter Zeit etwa auch die Ausrichtung von Bibelwettbewerben zu den Aufgaben der Gefangenenseelsorger.

Ein Ziel dieser Feierlichkeit war auch, die Öffentlichkeit auf die Wichtigkeit der Gefangenenseelsorge hinzuweisen und diese in breiterem Rahmen darüber zu unterrichten.

Quelle:
Deutschsprachiger Nachrichtendienst
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn
2. Jahrgang, 3. Ausgabe
April–Juni 2010
Verantwortlicher Redakteur: Holger Manke (nachrichtendienst@lutheran.hu)
in Zusammenarbeit mit Bischof Dr. Tamás Fabiny und Dr. Klára Tarr-Cselovszky


bs


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