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Spezialbibliothek - Forschungsstätte
  - kulturelles Forum

Das Gebäude, das in den Jahren 1992-1995 in den Ruinen der ehemaligen Großen Kirche in Emden entstand, bildet den Rahmen eines vielfältigen Angebots für Wissenschaft und Kultur, Kirche und Gesellschaft.

Die Bibliothek geht auf das Archiv und die seit 1559 bestehende Büchersammlung der reformierten Gemeinde Emden zurück. Unter den zahlreichen Drucken der Reformationszeit befinden sich auch Werke des polnischen Humanisten und Theologen Johannes a Lasco (1499-1560) und Bände aus dem Besitz des Erasmus von Rotterdam. Die Sammlung ist heute eine öffentlich zugängliche geisteswissenschaftliche Bibliothek und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Spezialbibliothek für Geschichte und Theologie des reformierten Protestantismus gefördert. Die Johannes a Lasco Bibliothek widmet der Nutzung moderner Medien besondere Aufmerkeit. Unter anderem entwickelt sie in Kooperation mit dem Reformierten Weltbund in Genf "reformed online", ein Internet-Informationssystem für den weltweiten reformierten Protestantismus.

Den Forschungsbereich der Bibliothek mit Tagungen, Vorträgen, Publikationen und Stipendien verantwortet ein interdisziplinär und überkonfessionell besetzter Beirat von Wissenschaftlern des In- und Auslands unter Vorsitz von Prof. Dr. Christoph Strohm. Schwerpunkt des derzeitigen Programms sind Forschungen zu den Kulturwirkungen des reformierten Protestantismus.

Neben wissenschaftlichen Veranstaltungen finden in der Johannes a Lasco Bibliothek regelmäßig Konzerte, Vorträge und Ausstellungen statt. Die historischen Räume werden darüber hinaus von Vertretern aus Kirche, Politik und Wirtschaft gerne als stilvoller Rahmen für besondere Anlässe genutzt.

Trägerin der Einrichtung ist die Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek Große Kirche Emden, kirchliche Stiftung bR.

 


   
    · 20.11.2001 / fas ·    

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