7 kleine Dinge: Metalle - Gold

Dienstags-Kolumne. Von Barbara Schenck


Die Goldmaske des Agamemnon (ca. 1400 v. Chr.) im Nationalmuseum Athen; Foto: CC BY-SA 3.0/DieBuche

Nicht alles, was gl├Ąnzt ist Gold, aber Gold ist das Bild des Glanzes.

Um das Heiligtum zu schmücken, ist Silber nicht gut genug. Im Haus Gottes sind sogar die Nägel aus Gold: Der Vorhang vor dem Allerheiligsten der Lade ist mit Goldnägel befestigt (2. Mose 26), und im Tempel ist alles mit Gold überzogen (1. Könige 6f).
Im Evangelium wissen die heiligen drei Könige kein besseres Geschenk für den Messias als „Gold, Weihrauch und Myrrhe“.

Bei aller Wertschätzung des goldenen Glanzes bleibt jedoch die Kritik nicht aus: Ein König soll nicht „zu viel Silber und Gold anhäufen“ (5. Mose 17,17). Dass das eigene Vertrauen und die Ehrfurcht Gott gelten sollen und nicht dem mit eigenen Händen angehäuften Reichtum, weiß auch Hiob, wenn er klagend fragt: „Habe ich mein Vertrauen auf Gold gesetzt und das Feingold meine Zuversicht genannt?“ (Hiob 31,24).
Selbstverständlich gründet die Freiheit im Glauben nicht auf einem Loskauf mittels Gold oder Silber, und ist der Glaube selbst beständiger als das edelste Metall (1. Petr 1,18.7).
Während die auf Erden gesammelten Schätze aus Silber und Gold vom Rost zerfressen werden, bewährt sich der Glaube. Und auch das Ansehen einer Person sowie ihr guter Ruf sind besser als der Reichtum aus Silber und Gold (Kohelet 7,1; Sprüche 22,1).

Für das, was das Leben wirklich reich macht, mag das Gold nicht viel zählen, aber verzichten kann die Bibel trotzdem nicht auf den Glanz des Edelmetalls. Gold tut not für die Sprache der Verheißung. Die Stadt mit der Straße aus reinem Gold „wie durchsichtiges Glas“, das goldene Jerusalem, ist die leuchtende Hoffnung auf eine zukünftige, bessere Welt, eine bleibende Stadt.:
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
2 Und die heilige Stadt, ein neues Jerusalem, sah ich vom Himmel herabkommen von Gott her, bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.
3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: Siehe, die Wohnung Gottes bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird mit ihnen sein, ihr Gott.
4 Und abwischen wird er jede Träne von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, und kein Leid, kein Geschrei und keine Mühsal wird mehr sein; denn was zuerst war, ist vergangen. […]
9 Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den sieben letzten Plagen hatten, und er redete mit mir […]
10 Und er führte mich durch den Geist auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie vom Himmel herabkam, von Gott her,
11 angetan mit der Herrlichkeit Gottes. […]
21 … Und die Straße der Stadt war reines Gold, wie durchsichtiges Glas.

Offenbarung des Johannes 21