Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
Jeremia 15,10
10 Wehe mir, dass du, meine Mutter, mich geboren hast, einen Mann des Streits, einen Mann, der zerstritten ist mit dem ganzen Land, niemand ist mir etwas schuldig, und ich schulde niemandem etwas: Jeder verflucht mich. tvz
Jeremia 15,5-9
5 Jerusalem, wer wird Mitleid haben mit dir und wer dir sein Beileid bezeugen? Und wer wird abweichen von seinem Weg, um nach deinem Wohl zu fragen? 6 Du hast mich aufgegeben, Spruch des HERRN, wendest mir immerfort den Rücken zu. Da habe ich meine Hand gegen dich ausgestreckt und habe dich vernichtet, ich war es leid, nachsichtig zu sein. 7 Und mit der Worfschaufel habe ich sie geworfelt, in den Toren des Landes; kinderlos habe ich mein Volk gemacht, habe es zugrunde gehen lassen. Sie sind nicht zurückgekehrt von ihren Wegen. 8 Seine Witwen sind mir zahlreicher geworden als der Sand am Meer. Am hellen Mittag habe ich ihnen, auch der Mutter des jungen Mannes, den Verwüster gebracht, aus dem Nichts habe ich Schrecken und Entsetzen auf sie fallen lassen. 9 Verwelkt ist, die sieben geboren hat, sie hat ihr Leben ausgehaucht, ihre Sonne ging unter, als es noch Tag war, in Schande und Schmach ist sie geraten. Und was übrig ist von ihnen, liefere ich ans Schwert, im Angesicht ihrer Feinde! tvz
Jeremia 15,1-4
15 1 Und der HERR sprach zu mir: Selbst wenn Mose und Samuel vor mich träten, diesem Volk würde ich mich nicht zuwenden! Schick Sie weg von mir, damit sie fortgehen. 2 Und wenn sie zu dir sagen: Wohin sollen wir gehen?, dann sage ihnen: So spricht der HERR: Was dem Tod gehört, zum Tod, und was dem Schwert gehört, zum Schwert, und was dem Hunger gehört, zum Hunger, und was der Gefangenschaft gehört, in die Gefangenschaft! 3 Und vier Sippen werde ich gegen sie aufbieten, Spruch des HERRN: das Schwert, um sie umzubringen, und die Hunde, um sie zu verschleppen, und die Vögel des Himmels und die Tiere der Erde, um sie zu fressen und zu vernichten. 4 Und ich mache sie zum Schrecken für alle Königreiche der Erde, wegen Manasse, des Sohns des Jechiskijahu, des Königs von Juda, um dessen willen, was er in Jerusalem getan hat. tvz
Jeremia 14,22
22 Gibt es unter den Nichtsen der Völker solche, die regnen lassen? Oder ist es der Himmel, der Regen gibt? Bist nicht du es, HERR, unser Gott, und hoffen wir nicht auf dich? Denn du hast all dies getan. tvz
Jeremia 14,17-21
17 Und sage ihnen dieses Wort: Tag und Nacht zerfliessen meine Augen vor Tränen und dürfen nicht ruhen, denn gebrochen ist die Jungfrau, die Tochter meines Volks, grosser Zusammenbruch, schwerste Verwundung! 18 Gehe ich hinaus aufs Feld, sieh: vom Schwert Durchbohrte. Und komme ich in die Stadt, sieh: Hungerqualen. Ja, auch Prophet und Priester ziehen in ein Land und kennen es nicht. 19 Hast du Juda ganz verworfen? Bist du Zions überdrüssig geworden? Warum hast du uns so geschlagen, dass es keine Heilung gibt für uns? Man hofft auf Frieden, aber da ist nichts Gutes, und auf eine Zeit der Heilung, aber sieh: Schrecken. 20 Unseren Frevel, HERR, haben wir erkannt, die Schuld unserer Vorfahren; wir haben gesündigt gegen dich! 21 Verachte uns nicht, um deines Namens willen, missachte nicht den Thron deiner Herrlichkeit. Erinnere dich, brich nicht deinen Bund mit uns. tvz
Jeremia 14,15-16
15 Darum, so spricht der HERR über die Propheten, die in meinem Namen prophezeien, obwohl ich sie nicht gesandt habe, und die sagen: Schwert und Hunger wird es nicht geben in diesem Land! - Durch das Schwert und durch Hunger werden diese Propheten ihr Ende finden. 16 Und das Volk, dem sie weissagen, wird auf den Gassen Jerusalems liegen, niedergestreckt vom Hunger und vom Schwert, und da ist keiner, der sie begräbt - sie, ihre Frauen und ihre Söhne und ihre Töchter; und ihre eigene Bosheit werde ich über sie ausschütten. tvz
Jeremia 14,11-14
11 Und der HERR sprach zu mir: Bitte nicht für dieses Volk, nicht um Wohlergehen! 12 Denn wenn sie fasten, höre ich nicht auf ihr Flehen, und wenn sie Brandopfer und Gaben darbringen, habe ich kein Gefallen an ihnen. Mit dem Schwert und mit dem Hunger und mit der Pest vernichte ich sie! 13 Da sprach ich: Ach, Herr, HERR, sieh, die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen, und Hunger wird nicht über euch kommen, sondern beständigen Frieden gebe ich euch an diesem Ort. 14 Und der HERR sprach zu mir: Lüge prophezeien die Propheten in meinem Namen! Ich habe sie nicht gesandt und sie nicht beauftragt, und ich habe nicht zu ihnen gesprochen. Sie prophezeien euch Lügenschauung und leere Weissagung und selbst ersonnenen Betrug. tvz
Jeremia 14,10
10 So spricht der HERR zu diesem Volk: Hierhin und dorthin zu laufen, so haben sie es geliebt, sie haben ihre Füsse nicht geschont. Der HERR aber hat kein Gefallen an ihnen, nun wird er an ihre Verschuldung denken und ihre Sünden heimsuchen. tvz
Jeremia 14,7-9
7 Wenn unsere Vergehen gegen uns zeugen, HERR, so handle, um deines Namens willen! Oft sind wir treulos gewesen, wir haben gesündigt gegen dich! 8 Du, Hoffnung Israels, sein Retter in der Zeit der Not! Warum bist du wie ein Fremder im Land und wie ein Wanderer, der einkehrt, nur um zu übernachten? 9 Warum bist du wie ein Hilfloser, wie ein Held, der nicht helfen kann? Du bist doch in unserer Mitte, HERR, und dein Name ist ausgerufen über uns! Verlass uns nicht! tvz
Jeremia 14,2-6
2 Juda trauert, und seine Tore sind verfallen, trauernd sind sie zu Boden gesunken, und Jerusalems Schreie steigen empor. 3 Und ihre Mächtigen schicken ihre Diener nach Wasser, sie kommen zu den Zisternen, sie finden kein Wasser, sie kehren zurück, ihre Krüge sind leer, sie stehen in Schande und sind beschämt und verhüllen ihr Haupt. 4 Wegen des Ackers voller Risse, weil kein Regen auf das Land fiel, stehen die Landarbeiter in Schande da, haben sie ihr Haupt verhüllt. 5 Sogar die Hirschkuh auf dem Feld: Sie verlässt das Junge, das sie geworfen hat, denn da ist kein Gras. 6 Und Wildesel stehen auf kahlen Höhen, wie die Schakale schnappen sie nach Luft, ihre Augen sind erloschen, denn da ist kein Kraut. tvz
