Bibel

Durchgehende Lesung biblischer Bücher

Hier finden Sie täglich einen biblischen oder deuterokanonischen Text in nur einem Satz: Es handelt sich um eine weisheitliche Gattung, die hebräisch mashál, griechisch apóphthegma, lateinisch senténtia und deutsch Sinnspruch heisst. Wie weltweit in Sprichwörtern konzentriert sich in solchen Sätzen Lebenserfahrung als Weisheit, die man, wenn sie überzeugt, auswendig weiss und mündlich weitersagt. Weisheit verweist auf die göttliche Weltordnung in allem und jedem. Biblisch findet sie sich natürlich in Weisheitsbüchern wie Sprüche, Qohelet und Hiob, deuterokanonisch bei Sirach und Weisheit. Spruchweisheit kommt aber zitiert überall vor, auch im Neuen Testament. Wir danken dem Theologischen Verlag TVZ für die Texte.Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Freitag 20. November 2020

Römer 4,23-25

23 Doch nicht allein um seinetwillen heisst es in der Schrift: Es wurde ihm angerechnet, 24 sondern auch um unsertwillen, denen es angerechnet werden soll, uns, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat. 25 Wegen unserer Verfehlungen wurde er dahingegeben und um unseres Freispruchs willen wurde er auferweckt. tvz

Donnerstag 19. November 2020

Römer 4,17b-22

17 Im Angesicht des Gottes, an den er glaubte, des Gottes, der die Toten lebendig macht und was nicht ist, ins Dasein ruft. 18 Wider alle Hoffnung hat er auf Hoffnung hin geglaubt, und so wurde er zum Vater vieler Völker, wie es heisst: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. 19 Und ohne im Glauben schwach zu werden, nahm er seine schon erstorbene Manneskraft wahr - etwa hundert Jahre war er alt - und den erstorbenen Mutterschoss Saras. 20 An der Verheissung Gottes liess er sich durch Unglauben nicht irremachen, sondern er wurde stark im Glauben, gab Gott die Ehre 21 und hatte die feste Gewissheit: Er vermag, was er verheissen hat, auch zu tun. 22 Eben darum wurde es ihm als Gerechtigkeit angerechnet. tvz

Mittwoch 18. November 2020

Römer 4,13-17a

13 Denn nicht durch das Gesetz wurde die Verheissung, Erbe der Welt zu sein, Abraham und seinen Nachkommen gegeben, sondern durch die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. 14 Wenn nämlich die, die aus dem Gesetz leben, Erben sind, dann ist der Glaube überflüssig, und die Verheissung gilt nicht mehr. 15 Denn das Gesetz schafft Zorn; wo aber kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung. 16 Darum heisst es: aus Glauben, damit auch gilt: aus Gnade. So hat die Verheissung für jeden Nachkommen Bestand, nicht allein für die aus dem Gesetz, sondern erst recht für die aus dem Glauben Abrahams. Er ist unser aller Vater, 17 wie geschrieben steht: Zum Vater vieler Völker habe ich dich gemacht. tvz

Dienstag 17. November 2020

Römer 4,9-12

9 Gilt diese Seligpreisung nur den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? Wir sagten ja: Abraham wurde der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. 10 Unter welchen Umständen wurde er ihm denn angerechnet? Als er beschnitten war oder als er noch unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten war, sondern als er noch unbeschnitten war! 11 Das Zeichen der Beschneidung empfing er als Siegel der Gerechtigkeit, die aus Glauben kommt, aus der Zeit der Unbeschnittenheit. So ist er der Vater aller Glaubenden, die unbeschnitten sind - auch ihnen sollte die Gerechtigkeit zugestanden werden -, 12 und zugleich der Vater der Beschnittenen, die nicht nur beschnitten sind, sondern auch der Spur des Glaubens folgen, den unser Vater Abraham hatte, als er noch unbeschnitten war. tvz

Montag 16. November 2020

Römer 4,2-8

2 Da Abraham nämlich aufgrund seiner Taten für gerecht befunden wurde, hat er Grund, sich zu rühmen - aber nicht vor Gott. 3 Denn was sagt die Schrift: Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. 4 Wer eine Leistung erbringt, dem wird der Lohn nicht aus Gnade ausbezahlt, sondern weil er ihm zusteht. 5 Wer jedoch keine Leistung vorzuweisen hat, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. 6 So preist auch David den Menschen selig, dem Gott Gerechtigkeit zugesteht, ohne auf seine Taten zu sehen: 7 Selig, deren Missetaten vergeben und deren Sünden zugedeckt wurden. 8 Selig der Mann, dessen Sünde der Herr nicht anrechnet. tvz

Sonntag 15. November 2020

Römer 4,1

4 1 Was sollen wir nun von Abraham sagen, was hat er erlangt, unser leiblicher Stammvater? tvz

Samstag 14. November 2020

Römer 3,27-31

27 Wo bleibt da noch das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch was für ein Prinzip? Das der Leistung? Nein, durch das Prinzip des Glaubens! 28 Denn wir halten fest: Gerecht wird ein Mensch durch den Glauben, unabhängig von den Taten, die das Gesetz fordert. 29 Ist denn Gott nur der Gott der Juden? Nicht auch der Heiden? Doch, auch der Heiden! 30 Ist es doch der eine Gott, der die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben gerecht macht. 31 Heben wir also das Gesetz durch den Glauben auf? Gewiss nicht! Im Gegenteil: Wir richten das Gesetz auf. tvz

Freitag 13. November 2020

Römer 3,21-26

21 Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes erschienen - bezeugt durch das Gesetz und die Propheten -, 22 die Gerechtigkeit Gottes, die durch den Glauben an Jesus Christus für alle da ist, die glauben. Denn da ist kein Unterschied: 23 Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verspielt. 24 Gerecht gemacht werden sie ohne Verdienst aus seiner Gnade durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. 25 Ihn hat Gott dazu bestellt, Sühne zu schaffen - die durch den Glauben wirksam wird - durch die Hingabe seines Lebens. Darin erweist er seine Gerechtigkeit, dass er auf diese Weise die früheren Verfehlungen vergibt, 26 die Gott ertragen hat in seiner Langmut, ja, er zeigt seine Gerechtigkeit jetzt, in dieser Zeit: Er ist gerecht und macht gerecht den, der aus dem Glauben an Jesus lebt. tvz

Donnerstag 12. November 2020

Römer 3,9-20

9 Was gilt nun? Haben wir einen Vorteil? Nein, nicht unbedingt. Vorher haben wir ja die Anklage erhoben, dass alle, Juden wie Griechen, unter der Sünde sind, 10 wie geschrieben steht: Da ist kein Gerechter, auch nicht einer, 11 da ist keiner, der Verstand hätte, da ist keiner, der Gott suchte. 12 Alle sind sie vom Weg abgekommen, allesamt taugen sie nichts; da ist keiner, der sich in Güte übte, keiner, auch nicht einer. 13 Ein offenes Grab ist ihr Schlund, mit ihrer Zunge verbreiten sie Lug und Trug, Natterngift bergen ihre Lippen. 14 Ihr Mund ist voller Fluch und Bitterkeit, 15 rasch sind ihre Füsse bereit, Blut zu vergiessen, 16 Verwüstung und Elend säumen ihre Wege, 17 und den Weg des Friedens kennen sie nicht. 18 Gottesfurcht gilt nichts in ihren Augen. 19 Wir wissen aber: Was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die mit dem Gesetz leben, damit jeder Mund gestopft werde und alle Welt schuldig sei vor Gott. 20 Denn es gilt ja: Durch das Tun dessen, was im Gesetz geschrieben steht, wird kein Mensch vor ihm gerecht werden; denn durch das Gesetz kommt es bloss zur Erkenntnis der Sünde. tvz

 

Mittwoch 11. November 2020

Römer 3,1-8

3 1 Was haben nun die Juden den anderen voraus? Was nützt ihnen die Beschneidung? 2 Viel, in jeder Hinsicht! Allem voran: Ihnen wurden die Worte Gottes anvertraut. 3 Denn was macht es schon aus: Wenn einige untreu geworden sind, wird ihre Untreue etwa die Treue Gottes aufheben? 4 Gewiss nicht! Es soll sich vielmehr herausstellen, dass Gott wahrhaftig ist, jeder Mensch aber ein Lügner, wie geschrieben steht: damit du dich als gerecht erweist in deinen Worten und Recht behältst, wenn man mit dir rechtet. 5 Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit an den Tag bringt, was heisst das dann? Ist Gott, der seinen Zorn über uns kommen lässt, etwa ungerecht? So reden Menschen. 6 Gewiss nicht! Denn wie könnte Gott dann die Welt richten? 7 Wenn aber Gottes Wahrhaftigkeit durch meine Lüge sich in ihrer ganzen Fülle gezeigt hat zu seiner Ehre, was werde ich dann noch als Sünder gerichtet? 8 Ist es etwa so, wie einige in verleumderischer Weise von uns behaupten, dass wir nämlich sagen: Lasst uns doch das Böse tun, damit das Gute komme? Wer das behauptet, dem wird zu Recht das Urteil gesprochen. tvz

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