Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
1 Ein Psalm Davids. 2 Rette mich, HERR, vor bösen Menschen, bewahre mich vor Gewalttätigen, 3 die Böses im Herzen ersinnen, die allezeit Krieg anzetteln. 4 Sie schärfen ihre Zungen wie eine Schlange, Viperngift ist auf ihren Lippen. Sela 5 Behüte mich, HERR, vor den Händen des Frevlers, bewahre mich vor Gewalttätigen, die darauf sinnen, mich zu Fall zu bringen. 6 Hochmütige haben mir heimlich Schlingen gelegt und Stricke zu einem Netz gespannt, den Weg entlang mir Fallen gestellt. Sela 7 Ich spreche zum HERRN: Du bist mein Gott, vernimm, HERR, den Ruf meines Flehens. 8 HERR, mein Herr, du Hort meiner Hilfe, du beschirmst mein Haupt am Tag der Waffen. 9 HERR, gib dem Drängen der Frevler nicht nach, lass ihren Plan nicht gelingen, wenn sie sich überheben. Sela 10 Das Unheil ihrer Lippen bedecke das Haupt derer, die mich umringen. 11 Feurige Kohlen sollen auf sie fallen, in Gruben stürze er sie, nie wieder sollen sie sich erheben. 12 Der Verleumder wird nicht bestehen im Land, den Gewalttätigen wird Unglück jagen, Schlag auf Schlag. 13 Ich weiss, der HERR vertritt die Sache der Elenden, das Recht der Armen. 14 Die Gerechten werden deinen Namen preisen, die Aufrichtigen werden vor deinem Angesicht wohnen. TVZ
21 Lass dich vom Bösen nicht besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute. TVZ
38 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Auge um Auge und Zahn um Zahn. 39 Ich aber sage euch: Leistet dem, der Böses tut, keinen Widerstand! Nein! Wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere hin. 40 Und wenn dich einer vor Gericht ziehen will, um dein Gewand zu nehmen, dann lass ihm auch den Mantel. 41 Und wenn dich einer nötigt, eine Meile mitzugehen, dann geh mit ihm zwei. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will! 43 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, 45 so werdet ihr Söhne und Töchter eures Vaters im Himmel; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr da erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüsst, was tut ihr da Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? 48 Ihr sollt also vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. TVZ
20 Einen Fremden sollst du nicht bedrängen und nicht quälen, seid ihr doch selbst Fremde gewesen im Land Ägypten. 21 Eine Witwe oder eine Waise sollt ihr nicht erniedrigen. 22 Wenn du sie erniedrigst und sie zu mir schreien, werde ich ihr Schreien hören, 23 und mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch töten mit dem Schwert, so dass eure Frauen Witwen und eure Söhne Waisen werden. 24 Leihst du Geld dem Armen aus meinem Volk, der bei dir ist, so sei nicht wie ein Wucherer zu ihm. Ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen. 25 Nimmst du den Mantel deines Nächsten zum Pfand, sollst du ihm diesen vor Sonnenuntergang zurückgeben. 26 Denn er ist seine einzige Decke, die Hülle für seine nackte Haut. Worin sonst soll er sich schlafen legen? Wenn er zu mir schreit, werde ich es hören; denn ich bin gnädig. TVZ
1 Und es gab ein grosses Geschrei beim Volk und ihren Frauen über ihre judäischen Brüder. 2 Da waren solche, die sagten: Wir mit unseren Söhnen und unseren Töchtern sind viele! Und wir wollen Getreide haben, damit wir essen und überleben können! 3 Und da waren solche, die sagten: Wir müssen unsere Felder und unsere Weinberge und unsere Häuser verpfänden, damit wir Getreide bekommen in der Hungersnot. 4 Und da waren solche, die sagten: Wir mussten Geld leihen für die Steuer des Königs, auf unsere Felder und unsere Weinberge. 5 Und nun: Wie das Fleisch unserer Brüder ist unser Fleisch, wie ihre Kinder sind unsere Kinder. Und seht: Wir müssen unsere Söhne und unsere Töchter zu Sklaven erniedrigen! Und manche von unseren Töchtern sind bereits erniedrigt worden, und wir haben nichts dagegen in der Hand, und unsere Felder und unsere Weinberge gehören anderen! 6 Und als ich ihren Hilferuf und diese Worte hörte, wurde ich sehr zornig. 7 Und mein Herz in mir ging mit sich zu Rate, und ich zog die Edlen und die Vorsteher zur Rechenschaft und sagte ihnen: Ihr treibt Wucher, ein jeder gegenüber seinem Bruder! Und ich brachte eine grosse Versammlung gegen sie zusammen 8 und sagte ihnen: Wir, wir haben unsere judäischen Brüder, die an die Nationen verkauft waren, freigekauft, soweit es uns möglich war, und da verkauft ihr eure Brüder, und sie müssen sich an uns verkaufen! Da schwiegen sie und fanden keine Worte. 9 Und ich sagte: Es ist nicht gut, was ihr tut! Solltet ihr nicht in der Furcht vor unserem Gott leben angesichts des Hohns der Nationen, unserer Feinde? 10 Und auch ich, meine Brüder und meine jungen Männer haben ihnen Geld und Getreide geliehen. Erlassen wir ihnen doch diese Schuld! 11 Gebt ihnen doch noch heute ihre Felder, ihre Weinberge, ihre Ölbäume und ihre Häuser zurück und den Hundertsten des Geldes und des Getreides, des Weins und des Öls, das ihr ihnen geliehen habt! 12 Da sagten sie: Wir geben es zurück und fordern nichts von ihnen; so wie du es sagst, werden wir es machen. Und ich rief die Priester und liess sie schwören, nach diesem Wort zu handeln. 13 Auch schüttelte ich meinen Gewandbausch aus und sagte: So schüttle Gott einen jeden aus seinem Haus und seinem Besitz, der sich nicht an dieses Wort hält. Und so wird er ausgeschüttelt und leer sein! Und die ganze Versammlung sagte: Amen!, und sie priesen den HERRN. Und das Volk handelte nach diesem Wort. TVZ
1 Wehe denen, die auf ihren Lagern Unheil planen und böse Taten! Wenn der Morgen anbricht führen sie es aus, weil es in ihrer Macht steht: 2 Sie gieren nach Äckern und rauben sie und nach Häusern und nehmen sie weg, und sie unterdrücken einen Mann und sein Haus, einen Mann und seinen Erbbesitz! 3 Darum, so spricht der HERR: Seht, gegen diese Sippe plane ich Unheil, aus dem ihr euren Hals nicht ziehen werdet, und ihr werdet nicht aufrecht umherstolzieren, denn es ist eine Zeit des Unheils! 4 An jenem Tag wird man über euch einen Spruch machen und mit bitterer Klage klagen; man wird sagen: Wir sind ganz und gar verwüstet! Den Anteil meines Volks tauscht er ein! Wie entreisst er ihn mir! Er teilt ihn dem zu, der unser Feld zerstückelt! 5 Darum wirst du niemanden haben, der die Messschnur spannt für den Losanteil in der Versammlung des HERRN. 6 Ihr solltet euren Worten nicht freien Lauf lassen!, sagen sie und lassen ihren Worten freien Lauf. Über diese Dinge darf man seinen Worten nicht freien Lauf lassen! Uns wird keine Schmach erreichen. 7 Darf so etwas gesagt werden, Haus Jakob? Ist der HERR ungeduldig geworden? Sind dies seine Taten? Sind meine Worte nicht gütig gegenüber dem, der rechtschaffen lebt? 8 Aber längst schon erhebt sich mein Volk als Feind: Von der Seite reisst ihr denen den Mantel herunter, den Rock denen, die friedlich vorüberziehen, die sich abwenden vom Krieg. 9 Die Frauen meines Volks vertreibt ihr aus dem Haus, in dem es ihnen gut geht; ihren Jüngsten nehmt ihr meinen Schmuck für immer. 10 Macht euch auf und geht, denn hier ist keine Ruhe der Unreinheit wegen, die Verderben bringt und schmerzhaften Schaden. 11 Käme einer daher, der Windiges und Lügen von sich gäbe: Für dich lasse ich meinen Worten freien Lauf über Wein und Bier! -, das wäre einer, der seinen Worten freien Lauf lassen dürfte in diesem Volk. TVZ
1 Im Übrigen, liebe Brüder und Schwestern, bitten und ermuntern wir euch im Herrn Jesus, dass ihr so, wie ihr von uns unterwiesen worden seid, euer Leben zu führen und Gott zu gefallen - das tut ihr ja auch -, dass ihr auf diesem Weg immer noch weiter geht. 2 Ihr wisst ja, welche Weisungen wir euch im Auftrag des Herrn Jesus gegeben haben. 3 Das nämlich ist der Wille Gottes, eure Heiligung: dass ihr euch fernhaltet von der Unzucht, 4 dass jeder von euch in Heiligung und Würde mit seinem Gefäss, dem Leib, umzugehen wisse 5 - nicht in begehrlicher Leidenschaft wie die Heiden, die Gott nicht kennen - 6 und dass keiner sich hinwegsetze über seinen Bruder und ihn bei Geschäften übervorteile; denn über dies alles hat der Herr seine Strafe verhängt, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben. 7 Denn Gott hat uns nicht zur Unlauterkeit berufen, sondern zu einem Leben in Heiligung. 8 Darum: Wer solches missachtet, der missachtet nicht einen Menschen, sondern Gott, der doch seinen heiligen Geist in euch hineinlegt. TVZ
101 Von jedem bösen Pfad hielt ich meine Schritte zurück, um dein Wort zu halten. 102 Von deinen Gesetzen bin ich nicht abgewichen,
denn du hast mich unterwiesen. 103 Wie süss sind deine Worte meinem Gaumen, süsser als Honig meinem Mund. 104 Aus deinen Befehlen schöpfe ich Einsicht, darum hasse ich jeden Pfad der Lüge. 105 Dein Wort ist eine Leuchte meinem Fuss (Nun) und ein Licht auf meinem Pfad. 106 Ich habe geschworen und bekräftigt, zu halten die Gesetze deiner Gerechtigkeit. 107 Ich bin tief gebeugt, HERR, schenke mir Leben nach deinem Wort. 108 Nimm, HERR, die Opfer meines Mundes gnädig an, und lehre mich deine Gesetze. TVZ
27 Und meinen Geist werde ich in euer Inneres legen, und ich werde bewirken, dass ihr nach meinen Satzungen lebt und meine Rechtssätze haltet und nach ihnen handelt. TVZ
21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst nicht töten! Wer aber tötet, der sei dem Gericht übergeben. 22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, sei dem Gericht übergeben. Und wer zu seinem Bruder sagt: Du Trottel, der sei dem Hohen Rat übergeben. Und wer sagt: Du Narr, der sei der Feuerhölle übergeben. 23 Wenn du nun deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dort einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 dann lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen und geh, versöhne dich zuerst mit deinem Bruder; dann komm und bring deine Gabe dar. 25 Verständige dich mit deinem Gegner in einem Rechtsstreit unverzüglich, solange du mit ihm unterwegs bist, damit er dich nicht dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und man dich ins Gefängnis wirft. 26 Amen, ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Heller bezahlt hast. 27 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst nicht ehebrechen! 28 Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht und sie begehrt, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. 29 Wenn dein rechtes Auge dich zu Fall bringt, reiss es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, eines deiner Glieder geht verloren, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. 30 Und wenn deine rechte Hand dich zu Fall bringt, hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, eines deiner Glieder geht verloren, als dass dein ganzer Leib zur Hölle fährt. 31 Es wurde auch gesagt: Wer seine Frau entlässt, soll ihr einen Scheidebrief geben. 32 Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlässt - ausser sie sei der Unzucht schuldig -, treibt sie in den Ehebruch. Und wer eine entlassene Frau heiratet, bricht ihre Ehe. 33 Weiter habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst keinen Meineid schwören, sondern dem Herrn deine Eide einlösen. 34 Ich aber sage euch: Ihr sollt überhaupt nicht schwören. Nicht beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, 35 nicht bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füsse, nicht bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des grossen Königs, 36 und auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn es steht nicht in deiner Macht, auch nur ein einziges Haar weiss oder schwarz werden zu lassen. 37 Euer Ja sei ein Ja, und euer Nein sei ein Nein. Jedes weitere Wort ist von Übel. TVZ
