Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
Matthäus 28,14-15
«Sollte dies zu Ohren des Statthalters kommen», sagten die Grossen Priester und Mächtigen zu den Soldaten, «dann werden wir mit ihm reden. Ihr könnt ganz unbesorgt sein: Wir richten es schon.» Da nahmen die Soldaten das Geld und erzählten, was ihnen gesagt worden war: Darum ist das Gerücht, man habe den Leichnam gestohlen, bei den Juden bis in unsere Tage verbreitet.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 28,11-13
Als die Frauen noch auf dem Weg waren, kamen einige von den Soldaten in die Stadt, die das Grab bewacht hatten und meldeten den Grossen Priestern, was geschehen war. Die Grossen Priester aber gingen mit den Mächtigen zu Rat, und am Ende beschlossen sie gemeinsam, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen Geld – viel Geld, damit sie schwiegen! – und sprachen ihnen vor, was sie nachreden sollten: «In der Nacht sind seine Schüler gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.»
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 28,9-10
Und dann, plötzlich, sahen sie Jesus: Er stand vor ihnen, kam ihnen entgegen und sagte: «Seid gegrüsst, an diesem Morgen!» Sie gingen zu ihm hin, fielen nieder, berührten seine Füsse und beteten ihn an. Da sagte Jesus: «Habt keine Furcht! Geht, und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa kommen: Dort sehen sie mich.»
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 28,5-8
Der Engel aber sah die Frauen an und sagte: «Habt ihr keine Angst! Ich weiss, dass ihr den Gekreuzigten sucht. Aber Jesus ist nicht hier: Er ist auferweckt worden, wie er gesagt hat. Seht her! Dies ist die Stelle, wo er lag! Und nun eilt euch, geht zu seinen Schülern und sagt ihnen: « Er ist von den Toten auferweckt worden und geht euch voraus. In Galiläa werdet ihr ihn sehen. ‘Ich habe es gesagt, und es ist wahr.» Da überfiel sie grosse Furcht und grosse Freude. Und sie liefen davon, fort vom Grab, um seinen Schülern alles zu sagen.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 28,1-4
Als es am Tag nach dem Sabbat zu dämmern begann, gingen Maria aus Magdala und die andere Maria zum Grab, um nach dem Rechten zu sehen. Da begann die Erde plötzlich zu beben. Ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, näher und näher, ging zum Grab, wälzte den Stein fort, sprang auf den Stein, war wie ein Blitz und leuchtete hell wie der Schnee. Und die Wächter: zitternd vor Angst! Kaum bei Sinnen! Wie tot!
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 27,62-66
Am nächsten Tag, es war Sabbatmorgen, gingen die Grossen Priester und Pharisäer gemeinsam zu Pilatus und versammelten sich in seinem Palast. «Herr, uns ist eingefallen», sagten sie, «dass dieser Betrüger, als er noch lebte, gesagt hat: ‘Nach drei Tagen werde ich wieder erwachen.’ Gib also Befehl, dass das Grab bis zum dritten Tage so sicher bewacht wird, dass niemand herankommen kann – sonst werden seine Schüler ihn stehlen und dem Volk erzählen: ‘Er ist auferweckt von den Toten’ … Und das wäre ein noch schlimmerer Betrug als der erste!» Pilatus antwortete ihnen: «Ihr sollt eure Wache haben. Geht jetzt und lasst das Grab abriegeln, so gut ihr nun könnt.» Da gingen sie fort und sicherten das Grab: Der >Stein wurde versiegelt, und vor der Höhle blieb eine Wache zurück.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 27,57-61
Dann wurde es Abend, und die Nacht brach an. Da kam Joseph aus Arimathia – ein reicher Mann, der Jesus’ Schüler geworden war –, ging zu Pilatus und bat ihn: «Gib mir den Toten!». Und als Pilatus befohlen hatte: «Gebt ihn heraus!», nahm Joseph den Leichnam, hüllte ihn in sauberes Leinen und legte ihn in sein eigenes Grab – eine Kammer, die er aus den Felsen hatte herausschlagen lassen. Dann wälzte er einen grossen Stein vor die Höhle und ging davon. Maria aus Magdala aber und die andere Maria blieben dort und setzten sich vor das Grab.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 27,55-56
Auch viele Frauen standen dabei, die aus der Ferne alles mitangesehen hatten. Sie waren Jesus von Galiläa her gefolgt, um für ihn zu sorgen: Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jakobus und Joseph, die Mutter der Söhne des Zebedäus, und die anderen Frauen.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 27,51-54
Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei, die Erde bebte, die Felsen zerbarsten in Stücke, die Gräber öffneten sich, und die Frommen waren nicht länger mehr tot: Sie erwachten aus ihrem Schlaf und kamen, als Jesus erweckt worden war, aus den Gräbern hervor, gingen in die heilige Stadt und wurden von vielen gesehen. Als der Hauptmann und seine Wachsoldaten das Erdbeben sahen – und alles, was hier geschah! – erschraken sie sehr und riefen: «Es ist wahr! Dieser Mann war Gottes Sohn!»
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 27,45-50
Um die sechste Stunde aber breitete sich über dem ganzen Land eine Finsternis aus und blieb bis zur neunten. Das war die Stunde, als Jesus zu schreien begann: «Eli, eli, lema sabachthani», rief er er, und seine Stimme war laut – das heisst: «Mein Gott! Mein Gott! Warum hast du mich allein gelassen?» Einige, in der Nähe, verstanden den Schrei: «Er ruft nach Elia», und schon lief einer von ihnen hinzu, ergriff einen Schwamm, tauchte ihn in Essig, steckte ihn auf einen Rohrstock und wollte Jesus zu trinken geben. Doch die anderen riefen: «Lass das! Hilf ihm nicht! Wir wollen sehen, ob Elia kommt und ihn rettet.» Jesus aber schrie laut auf und starb.
Übersetzung Walter Jens 1972
