Ein stilles Licht in unruhiger Zeit

WGRK: Weihnachtsbotschaft 2025


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Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen ruft zu beharrlichem Zeugnis, Solidarität und Hoffnung mitten in globalen Krisen auf.

In Anknüpfung an das Thema der Generalversammlung 2024 in Chiang Mai („Beharrlich im Zeugnis“) betonen Präsidentin Rev. Karen Georgia Thompson und Interims-Generalsekretär Rev. Dr. Setri Nyomi, dass Weihnachten keine Flucht aus der Realität sei, sondern ein Zeichen widerständiger Hoffnung: „Weihnachten steht wieder vor der Tür – nicht als Flucht aus der Realität, sondern als stilles Licht, das darauf besteht, gesehen zu werden.“

Die Botschaft erinnere daran, dass auch das erste Weihnachtsfest in einer Welt politischer Spannungen und existenzieller Unsicherheit stattfand. Der Engelsruf „Fürchtet euch nicht“ wird dabei nicht als poetische Formel, sondern als lebensnotwendige Ermutigung gedeutet. Angesichts von Kriegen, wirtschaftlichen Belastungen, Klimakrise und sozialer Ungerechtigkeit hebt die WGRK Weihnachten als Zeit der Präsenz, Solidarität und Ausdauer hervor. Es gehe nicht um Perfektion, sondern um die „radikale Behauptung, dass Gott sich dafür entscheidet, unter denen zu wohnen, die von der Welt oft übersehen werden“.

Zugleich verortet die Botschaft die in Chiang Mai eingegangenen Verpflichtungen für Frieden, Würde und Wiederherstellung in einer größeren Hoffnungsgeschichte. Weihnachten erinnere daran, dass „Gerechtigkeit mit Präsenz beginnt, dass Frieden aus Solidarität entsteht und dass Hoffnung an den zerbrechlichsten Orten geboren werden kann“. Abschließend ruft die WGRK Kirchen weltweit dazu auf, Weihnachten durch konkrete Taten der Barmherzigkeit, des Mutes und des beharrlichen Zeugnisses zu leben – im Vertrauen auf Immanuel, Gott mit uns.


Quelle: WGRK