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''Siehe, ich mache alles neu''
Jahreslosung 2026: Eine Verheißung des Neuanfangs

Die Jahreslosung 2026 stammt aus der Offenbarung des Johannes und richtet den Blick nach vorn: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ Der Satz ist weniger Ankündigung eines fernen Endes als vielmehr eine Ermutigung, in Zeiten von Unsicherheit und Umbruch Hoffnung zu bewahren.
Verfasst wurde die Offenbarung in einer Phase massiver Bedrängnis der frühen Christen. Johannes, der Autor des Textes, wollte keine Angst schüren, sondern Zuversicht vermitteln. Seine Bilder und Visionen beschreiben eine Zukunft, in der Leid, Tod und Schmerz überwunden sind und Gott den Menschen nahe ist. Er zeichnet das Bild einer erneuerten Welt, in der Unrecht keinen Bestand mehr hat.
„Alles neu“ meint dabei keine oberflächliche Verbesserung. Gemeint ist ein tiefgreifender Wandel – der Welt ebenso wie des menschlichen Lebens. Gott erscheint als handelnde Kraft, die heilt, tröstet und Veränderung möglich macht. Die Vision lädt dazu ein, die alte Ordnung aus Gewalt, Ausgrenzung und Hoffnungslosigkeit hinter sich zu lassen.
Die Jahreslosung wurde von einer kirchlichen Kommission bewusst mit Blick auf die Gegenwart ausgewählt. In einer von Konflikten und Krisen geprägten Welt setzt sie einen Kontrapunkt. Sie ruft dazu auf, nicht in Resignation zu verharren, sondern aktiv Hoffnung zu leben. Das beginnt im Kleinen: im offenen Blick für andere, im Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung. So wird die biblische Verheißung zu einer Einladung, Erneuerung im eigenen Alltag erfahrbar zu machen.
Quelle: EKD


