Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
Matthäus 24,45-51
Wer aber ist der treue und verständige Knecht – der Diener, dem der Herr befohlen hat: ‘Gib acht auf die anderen, die ein Knecht sind wie du, und sorge dafür, dass sie zur rechten Zeit Essen bekommen’? Wohl dem Knecht, der den Auftrag erfüllt: Ihn findet der Herr, wenn er heimkehrt, bei seiner Arbeit, und wird ihm alles anvertrauen, was er besitzt. Ich sage es, und es ist wahr! Wenn der Knecht aber schlecht ist und denkt: ‘Mein Herr wird noch lange nicht kommen’; wenn er anfängt, die anderen zu schlagen, die ein Knecht sind wie er; wenn er – Prasser und Säufer! – mit den Betrunkenen zecht, dann wird der Herr an einem Tag kommen, wo der Knecht ihn nicht erwartet, wird ihn foltern und totschlagen lassen und, am Ort des Zähneknirschens und Geschreis, unter die Gottlosen einreihen.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 24,42-44
Darum seid wachsam, denn euer Herr wird kommen, doch ihr kennt nicht den Tag. Denkt daran: Wenn er Hausvater wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommen wird – er bliebe die Nacht über wach und liesse den Einbruch nicht zu. Seid also bereit. Der Menschensohn kommt zu einer Stunde, mit der ihr nicht rechnet.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 24,40-41
Zwei Männer werden auf dem Acker sein. / Einer wird mitgenommen. / Einer wird liegengelassen. Zwei Frauen werden in der Mühle sein. / Eine wird mitgenommen. / Eine wird liegengelassen. So wird es sein, / wenn der Menschensohn kommt.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 24,34-39
Ich sage euch, und das ist wahr: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, / bevor dies alles geschieht. / Himmel und Erde werden vergehen. / Meine Wort vergehen nicht. / Doch niemand kennt den Tag und die Stunde, / nicht einmal, in den Himmeln, die Engel, / und nicht einmal der Sohn: / Nur der Vater allein. / Wenn der Menschensohn kommt, / wird es sein, wie es zu Noahs Zeit war / in den Tagen der Sturmflut, / als Noah in die Arche stieg: / Sie assen, tranken und heirateten – / und ahnten nichts, / bis die Flut kam und alle hinwegriss.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 24,32-33
Nehmt den Feigenbaum als Beispiel: Wenn seine Zweige saftig werden und die Knospen Blätter treiben, dann erkennt ihr daran: Der Sommer ist nah. Und genauso sollt ihr wissen, wenn ihr dies alles seht: Das Ende ist nah. Es steht vor der Tür.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 24,29-31
Gleich nach dem Grauen jener Tage wird sich die Sonne verfinstern und der Mond nicht mehr leuchten. Die Sterne fallen herab, die Himmelsmächte beginnen zu zittern, und das Zeichen des Menschensohns wird am Himmel erscheinen: Ein Seufzen unter den Völkern, wenn sie ihn sehen, in seiner Macht und seinem Glanz, und er auf Wolken kommt! Mit Trompetenstössen wird er die Engel aussenden, in die vier Winde, um seine Erwählten von den Grenzen der Himmel zu sammeln.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 24,23-28
Wenn aber einer sagen wird: / ‘Schau, der Messias ist hier!’ / oder: ‘Dort! Der Gesalbte! – / Glaubt es ihm nicht! / Denn es werden falsche Erlöser und Lügenpropheten auftreten, / grosse Zeichen und Wunder vollbringen ( und, wenn sie könnten, / selbst die Erwählten verführen. / Bedenkt, was ich vorhergesagt habe, / und seid gewarnt! / Geht nicht hinaus, wenn sie sagen: / ‘Er ist in der Wüste!’ / Glaubt ihnen nicht, wenn sie sagen: / ‘Er ist drinnen im Haus!’ / Ein Blitz im Osten, / der den Westen leuchten lässt: / So wird die Ankunft des Menschensohns sein. / Die Adler schwärmen aus, / wenn einer fällt. / Und wo das Aas ist, / sind auch die Geier.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 24,19-22
Wehe den Schwangeren in diesen Tagen, wehe den stillenden Müttern! Betet, dass ihr nicht im Winter fliehen müsst / oder am Sabbat. / O schwere Not! / Not, wie sie grösser nicht war / vom Anfang der Welt / bis zum heutigen Tag / und grösser nicht sein wird. / Niemand könnte sich retten, / würde die Zeit nicht gestutzt / und, um der Auserwählten willen, abgekürzt.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 24,15-18
Wenn ihr die Greuelzeichen seht, / die den Tempel entweihen – / die Schreckensmale, / von denen der Prophet Daniel spricht: / Denke nach, wer liest! – / dann, ihr in Judäa, flieht in die Berge! / Wer auf dem Dach ist, / steig nicht hinunter, / um seine Habe zu bergen. / Wer auf dem Feld ist, / gehe nicht heim, / um seinen Mantel zu holen.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 24,11-14
Aufstehen werden in Scharen die Lügenpropheten / und viele verführen. / Gottlosigkeit breitet sich aus / und die Liebe unter euch wird kalt. / Doch ist gerettet, / wer standhaft bleibt bis zum Ende. / Verkündet wird der ganzen Welt, / ein Zeugnis für alle Völker, / die Botschaft vom Reich. / Und dann kommt das Ende.
Übersetzung Walter Jens 1972
