Geschäftsstelle des
Reformierten Bundes
Calvin-Zentrum
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Moderamen
Mitglieder des Moderamen (Vorstand) des Reformierten Bundes
Zwischen den zweijährlichen Hauptversammlungen wird der Reformierte Bund e.V. geleitet durch das Moderamen. Das Moderamen tritt jährlich drei- bis viermal zusammen. Das Moderamen hat 24 Mitglieder, von denen zwölf von der Hauptversammlung gewählt werden, neun werden von den beteiligten (Landes-)Kirchen (ErK, LLK, EAK, EKHN, EKiR, EKvW, EKKW, BEK, Bund ev.-ref. Kirchen) entsandt und drei vom Moderamen selbst berufen. Der ehrenamtliche Vorsitzende des Moderamens heißt Moderator.
Gewählte Mitglieder:
Bernd Becker, Bielefeld (gewählt bis 2032)
Bernd Becker wurde 1969 in Siegen geboren. Sein Studium führte ihn nach Heidelberg, München und Birmingham. Anschließend absolvierte er ein Vikariat in Haltern am See, wo er ein Sondervikariat beim Reformierten Bund übernahm. In dieser Funktion arbeitete er an der Reformierten Kirchenzeitung (RKZ) und begleitete die Hauptversammlung in Emden (1998) sowie das Belhar-Bekenntnis.
Während seiner Zeit in Haltern war er als Redakteur für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) tätig. Nach seinem Vikariat übernahm Becker seine erste Pfarrstelle in der Reformierten Kirche in Wetter (Ruhr). Parallel dazu wurde er Öffentlichkeitsreferent für den Kirchenkreis Hagen und bald dessen Superintendent. In dieser Rolle war er mehrere Jahre Mitglied der EKD-Synode sowie des Theologischen Ausschusses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).
Seit elf Jahren leitet Bernd Becker den Evangelischen Presseverband für Westfalen und Lippe in Bielefeld. Hier ist er unter anderem verantwortlich für die Wochenzeitung „Unsere Kirche“, den Luther-Verlag und das Web-Portal „evangelische-zeitung.de“. Im Jahr 2015 wurde er in das Moderamen des Reformierten Bundes gewählt und 2022 zum Moderator.
Selma Dorn, Stuttgart (gewählt bis 2032)
Selma Dorn wurde in Gildehaus, Niedersachsen, geboren. Nach dem Abitur im Jahr 2010 begann sie ihr Studium der evangelischen Theologie in Heidelberg und wechselte 2013 nach Tübingen. Im Jahr 2014/15 verbrachte Dorn ein Auslandsjahr in Exeter, bevor sie 2015 nach Leipzig kam, wo sie 2016 das erste theologische Examen ablegte. In Leipzig arbeitete sie 2017 als Congregation Coordinator für die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, was zu einem Vikariat in der Evangelisch Reformierten Gemeinde führte.
Dorn schloss 2020 das zweite theologische Examen ab. Von 2020 bis 2023 war sie am Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem tätig und forschte zur biblischen Archäologie und derGeschichte des Heiligen Landes. Gleichzeitig begann sie mit ihrer Dissertation in der Systematischen Theologie. Am 1. Mai 2023 wurde Dorn als Pastorin im Probedienst in die evangelisch-reformierte Gemeinde Stuttgart entsandt.
Esther Holtschulte, Halle / Saale (gewählt bis 2032)
Esther Holtschulte wurde 1998 in Nordhorn geboren und wuchs in Gildehaus auf. Nach ihrem Abitur am Burg-Gymnasium in Bad Bentheim im Jahr 2017 studierte sie bis 2025 evangelischen Theologie, mit Stationen in Halle/Saale, Leipzig, Wuppertal und Kyoto. Von November 2020 bis September 2022 war sie studentische Hilfskraft bei der „Edition Spenerbriefe“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Von April 2023 bis März 2025 unterstützte sie den Lehrstuhl für neuere Kirchengeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg als studentische Hilfskraft. Im Wintersemester 2025/26 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen an der Universität Regensburg tätig. Derzeit bearbeitet sie ein Promotionsprojekt im technikethischen Bereich.
Von 2018 bis 2022 war Holtschulte Mitglied des Minister*innenrates des evangelischen Konviktes Halle, davon drei Semester im Seniorat, dem Leitungsgremium der Einrichtung. Von 2020 bis 2022 vertrat sie die Studierenden im Studierendenkonvent der evangelisch-reformierten Landeskirche im Studierendenrat Evangelische Theologie (SETh) und fungierte 2020-2024 als Finanzerin des Studierendenkonvents der evangelisch-reformierten Landeskirche. Im Zeitraum von Februar 2024 bis Juni 2024 vertrat sie die evangelische Theologie und die Erziehungswissenschaften im 34. Studierendenrat der Martin-Luther-Universität. Holtschulte ist Gründungsmitglied des Vereins „Convivere e.V.“, einem Freundeskreis des evangelischen Konviktes, und seit Mai 2025 dessen stellvertretende Vorsitzende.
Judith Kaiser, Berlin (gewählt bis 2032)
Judith Kaiser kommt ursprünglich aus Wuppertal. Nach ihrem Studium der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule Bochum verbrachte sie zwei Jahre in der Schweiz, wo sie auch in der Schottischen Kirche in Lausanne aktiv war. Anschließend absolvierte sie einen Master in Kindheitswissenschaften und Kinderrechten in Stendal und engagierte sich währenddessen in der reformierten Kirche in Magdeburg. Heute lebt sie in Berlin, gehört zur Französischen Kirche zu Berlin und arbeitet bei der Johanniter-Unfall-Hilfe im Bereich Kinder- und Jugendhilfe.
Kirchlich ist sie seit ihrer Jugend in der reformierten Gemeinde verwurzelt, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit. Ihr ökumenisches Engagement führte sie u. a. zur Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen sowie zu Veranstaltungen des Ökumenischer Rat der Kirchen. Zuletzt war sie bei der Konferenz Europäischer Kirchen aktiv und wurde dort als stellvertretendes Vorstandsmitglied gewählt.
Fidèle Mushidi, Frankfurt a. M. (gewählt bis 2032)
Mayoyo Fidèle Mushidi stammt aus der Demokratischen Republik Kongo und kandidiert für das Moderamen des Reformierten Bundes. Er ist seit 1984 in der reformierten Tradition verwurzelt, die er als geistliche Heimat und weltweite Gemeinschaft versteht.
Er studierte Finanzwirtschaft (Schwerpunkt Audit) sowie Evangelische Theologie. Seit 2001 lebt er in Deutschland und ist seit Advent 2004 ordinierter Pfarrer. In der Église française réformée de Francfort engagiert er sich vor allem in der Sozial- und Diakoniearbeit.
Zuvor war er in der DR Kongo unter anderem Mitglied des Konsistoriums und assoziierter Pastor der Universitätskirche in Goma, Forschungsassistent an der Universität ULPGL sowie Wandersekretär der Studentenmission, was ihm internationale Erfahrungen in Afrika und darüber hinaus ermöglichte.
In Deutschland hat er sich durch zahlreiche Fortbildungen weiterqualifiziert, unter anderem in klinischer Seelsorge (EKHN und katholische Kirche), interkultureller Arbeit sowie in den Bereichen Migration und gesellschaftliches Zusammenleben. Für sein Engagement wurde er mit einem Stipendium des Netzwerks Common Purpose gefördert.
Georg Rieger, Nürnberg (gewählt bis 2028)
Georg Rieger ist Pfarrer der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde St. Martha in Nürnberg. Sein Studieu der Theologie führte ihn unter anderem nach Zürich und München. Sein Vikariat absolvierte er in Berlin, leistete Hilfsdienst in der nordwestdeutschen Provinz. Dann ging es zurück in seine Heimatstadt Nürnberg - 25 Jahre ohne Pfarrstelle, sondern ehrenamtlich engagiert und beruflich anders orientiert.
Freiberuflich war Rieger am Wiederaufbau der 2014 abgebrannten Kirche St. Martha in Nürnberg beteiligt. Seit Dezember 2021 ist er Pfarrer (als Teil eines Pfarrteams) in der Gemeinde und als solcher an neuen Gottesdienstformaten interessiert.
Prof. Dr. Georg Plasger, Nümbrecht (gewählt bis 2028)
Georg Plasger (*1961 in Nordhorn, Grafschaft Bentheim) ist ein deutscher evangelischer Theologe mit Schwerpunkt in der systematischen und ökumenischen Theologie. Er wuchs in Schüttorf auf und studierte von 1981 bis 1988 Evangelische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal sowie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Nach dem ersten Theologischen Examen absolvierte er sein Vikariat in Schöller und war anschließend als Vikarassistent an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal tätig. 1991 legte er das zweite Theologische Examen ab und wurde mit einer Arbeit über Anselm von Canterbury zum Doktor der Theologie promoviert.
In den folgenden Jahren arbeitete Plasger als Pastor und Religionslehrer in Lünne im Emsland sowie als wissenschaftlicher Assistent in Göttingen, wo er sich 1999 mit einer Studie zu Karl Barth habilitierte. Parallel übernahm er Lehrstuhlvertretungen, unter anderem an der Universität Essen. Von 1997 bis 2005 war er ehrenamtlicher Ephorus des Reformierten Studienhauses in Göttingen und engagierte sich seit 2002 im Moderamen des Reformierten Bundes. Seit 2005 ist er Professor für Systematische und Ökumenische Theologie an der Universität Siegen. Dort forscht und lehrt er insbesondere zu dogmatischen, reformierten und ökumenischen Fragestellungen.
Aylin Sayin, Göttingen (gewählt bis 2032)
Aylin Sayin (*1999 in Detmold) wuchs in einer interkulturellen und interreligiösen Familie auf. Nach eigener Entscheidung ließ sie sich nach ihrem 18. Geburtstag in der evangelisch-reformierten Kirche taufen.
Nach dem Abitur 2017 begann sie ein Lehramtsstudium in Evangelischer Theologie und Germanistik an der Universität Paderborn und wechselte 2020 in den Studiengang Magister Theologiae an die Georg-August-Universität Göttingen, wo sie voraussichtlich 2025 ihr Examen ablegt. Seit 2022 arbeitet sie dort als studentische Hilfskraft im Bereich Praktische Theologie.
Kirchlich engagiert sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich, zunächst in der Kinder- und Jugendarbeit sowie als Kirchenälteste. Seit 2015 ist sie Mitglied der Synode der Lippischen Landeskirche und wirkt in verschiedenen Gremien und Projekten mit, darunter im Zukunftsprozess der Landeskirche und im Umfeld des Deutschen Evangelischen Kirchentags.
Auch überregional ist sie aktiv, etwa durch Predigten und Gottesdienste in unterschiedlichen Kontexten sowie durch Beiträge zu Themen wie Rassismus und Kirche. Ihr besonderes Interesse gilt kirchentheoretischen Fragen, Ökumene, Beteiligungsprozessen in der Kirche und der Auseinandersetzung mit (Anti-)Rassismus.
Dr. Michael Vothknecht, Horn-Bad Meinberg (gewählt bis 2028)
Michael Vothknecht studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bayreuth, legte sein Referendariat im Bezirk des Kammergerichts Berlin ab und promovierte danach an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Im Anschluss arbeitete er zunächst für mehr als ein Jahr als Assistent des Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Allianz-Zweigniederlassung in Berlin. Ab 2002 war er 23 Jahre lang Mitglied der Geschäftsleitung der Ecclesia Gruppe in Detmold. Seit 2025 ist er Leiter des Unternehmensbereichs Financial Lines beim Ecclesia Versicherungsdienst. Für den Reformierten Bund engagiert er sich ehrenamtlich als Schatzmeister.
Martina Wasserloos-Strunk, Mönchengladbach (gewählt bis 2028)
Martina Wasserloos-Strunk studierte Politikwissenschaften, Germanistik und ev. Theologie Schwerpunkt Staatsrecht und Politische Ethik und leitet die Philippus-Akademie im Evangelischen Kirchenkreis Gladbach-Neuss. Seit 2002 ist sie Mitglied im Moderamen des Reformierten Bundes und beauftragt für die Attac-Arbeit.
Für die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste engagiert sie sich im "Arbeitsbereich Justice", wirkt am Globalisierungsprojekt der Reformierten Kirche mit. 2011 wurde sie im als Vizepräsidentin aktiv. Im April 2018 wurde sie zur Präsidentin für den europäischen Bereich gewählt. 2018 wurde sie wiederum eine von fünf Vizepräsidenten des WCRC.
Inhaltlich setzte sie sich besonders ein für Gerechtigkeit und Frieden (z. B. Engagement im Kontext Ukraine), die Stärkung von Frauen in kirchlichen Leitungsrollen sowie den Dialog zwischen Kirchen, insbesondere in Mittel- und Osteuropa.
Entsandte Mitglieder:
Dietmar Arends, Detmold (entsandt von der Lippischen Landeskirche)
Stephan Arras, Darmstadt (entsandt von der Ev. Kirche in Hessen und Nassau)
Dr. Susanne Bei der Wieden, Leer (entsandt von der Ev.-ref. Kirche)
Fabian Brüder, Dresden (entsandt vom Bund Ev.-ref. Kirchen in Deutschland)
Fabian Brüder ist Pfarrer der Reformierten Gemeinde zu Dresden. Sein Studium in Theologie führte ihn unter anderem an die Universtität Leipzig, die Humboldt-Universität Berlin und an die Universität Tartu. Sein Vikariat absolvierte er in der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde München.
Ulrike Bänsch, Bremen (entsandt von der Bremischen Ev. Kirche)
Ulrike Bänsch arbeitet seit vielen Jahren in der Bremischen Evangelischen Kirche als Pastorin der Kirchengemeinde Aumund-Vegesack. Ihre Schwerpunkte liegen in der Gemeinde- und Synodalarbeit. Daneben engagiert sie sich stark in der diakonischen und sozialen Arbeit, etwa in der Obdachlosenhilfe. Außerdem war sie stellvertretende Schriftführerin im Kirchenausschuss der Bremischen Evangelischen Kirche.
Dr. Jan-Dirk Döhling, Bielefeld (entsandt von der Ev. Kirche von Westfalen)
Jan-Dirk Döhling studierte Evangelische Theologie in Siegen, Bethel, Leipzig und Bochum. Nach Vikariat und Promotion in Marburg war er zunächst Gemeindepfarrer in der Nähe von Kassel. Ab 2010 wirkte er als Juniorprofessor für Altes Testament an der Ruhr-Universität Bochum. 2014 wechselte er als persönlicher Referent der damaligen Präses Annette Kurschus ins Bielefelder Landeskirchenamt, wo er seit 2019 als Landeskirchenrat wirkt. Er ist Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft.
Dr. Wibke Janssen, Düsseldorf (entsandt von der Ev. Kirche im Rheinland)
Oberkirchenrätin Wibke Janssen (Jahrgang 1965) ist hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und Leiterin der Abteilung 1 – Theologie und Ökumene – im Landeskirchenamt. Die Theologin war zuletzt Pfarrerin an der Erzbischöflichen Liebfrauenschule in Bonn, Skriba des Kirchenkreises Bonn und Vorsitzende des Ständigen Theologischen Ausschusses der rheinischen Kirche. Von 2009 bis 2011 war sie Seelsorgerin am Uniklinikum Bonn. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kirchengeschichte arbeitete sie an den Universitäten Bonn und Frankfurt/Main und übernahm eine Lehrstuhlvertretung an der Evangelischen Hochschule Bochum.
Sabine Kropf-Brandau, Bad Hersfeld (entsandt von der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck)
Sabine Kropf-Brandau ist Pröpstin des Sprengels Hanau-Hersfeld innerhalb der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. Sie gehört sowohl dem Rat der Landeskirche als auch der Landessynode an. Gemeinsam mit dem Bischof trägt sie die Verantwortung für die Leitung des Sprengels, zu dem die Kirchenkreise Fulda, Gelnhausen, Hanau, Hersfeld, Rotenburg, Schlüchtern und Schmalkalden zählen. In ihrem Amt begleitet sie die Pfarrerinnen und Pfarrer seelsorgerlich und unterstützt zugleich die Gemeinden sowie deren Mitarbeitende in ihrer Arbeit.
Dieter Wiggers, Nordhorn (entsandt von der Ev.-altref. Kirche in Niedersachsen)
Berufene Mitglieder (bis 2028):
Dr. Margit Ernst-Habib, Ubstadt-Weiher
Dr. Judith Filitz, Detmold
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Weinrich, Paderborn
Ständiger Gast:
Hannes Brüggemann-Hämmerling (Generalsekretär)

