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Impuls

Kurzer theologischer Impuls

Täglich finden Sie hier eine Anregung: am Montag Zitate des Theologen Martin Bucers (1491-1551) aus seinem Straßburger Katechismus; am Dienstag Fotografien von Waldenser-Kirchen weltweit, anlässlich 850 Jahre Waldenserbewegung; am Mittwoch Zitate der Hugenottin Marie Durand (1711-1776) aus Briefen, die sie während ihrer Gefangenschaft schrieb; am Donnerstag Lebensweisheiten zum Grübeln; am Freitag Gemälde Claude Monets (1840-1926) zu seinem 100. Todestag; am Samstag Weisheiten prominenter Denker*innen aus dem Buch „Zähl nicht die Schafe, sondern sprich mit dem Hirten!“ (Luther-Verlag) und am Sonntag Zitate Martin Luther Kings, der vor 60 Jahren in Chicago in einem symbolischen Thesenanschlag gleiche bürgerliche Rechte für alle forderte.

Impuls

Martin Bucer (1491-1551): Straßburger Katechismus - Für die Jungen

Vater:
Was heißt es, an Gott zu glauben?

Kind:
Alles für wahr und gewiss halten, was Gott uns offenbart und verheißt, und daran nicht zweifeln.


Aus: Martin Bucer: Straßburger Catechismus (1534), in neuhochdeutscher Übersetzung
Zitat zum Sonntag Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern. Gleichheit – die Seele der Freundschaft. (Aristoteles, 384–322 v.Chr., griechischer Philosoph)
Aus: Bernd Becker, Hans Möhler (Hg.): Zähl nicht die Schafe, sondern sprich mit dem Hirten: 365 inspirierende Zitate und Sprüche
Impressionen von Claude Monet (1840-1926)

Heuhaufen (1890)

Martin Luther King: Forderungen der Friedensbewegung

From the Real Estate Boards and Brokers:  All listings immediately available on a non-discrimina-tory basis. This means that no realtor or real estate broker will handle a property that is not available to anyone, without regard to race, color, creed, or national origin.

(Von den Immobilienverbänden und Maklern: Alle Angebote sind unverzüglich und ohne Diskriminierung verfügbar. Das bedeutet, dass kein Immobilienmakler oder -vermittler eine Immobilie vermitteln darf, die nicht für jedermann verfügbar ist, unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Glaubensbekenntnis oder nationaler Herkunft.)

Im Jahr 1966 Jahren heftete der Friedensaktivist Martin Luther King - ähnlich wie Martin Luther - Thesen an die Rathauswand von Chicago. Der zitierte Text gibt zentrale Forderungen der Friedensbewegung von Chicago wieder: Gleichberechtigung für alle und eine Aufhebung der Rassentrennung.

 


Chicago, 10. Juli 1966
Lebenskunst - Fragen zum Nachdenken
Weisheit - Selbsterkenntnis

Seit wann kennen Sie sich? - Erinnern Sie sich, wann und wo Sie sich besser kennengelernt haben? - Was war der Auslöser? - Fanden Sie das ärgerlich oder bereichernd? - Auch ein bisschen amüsant? - Welche Formen der Abwehr sind Ihnen geläufig? - Sind dies Ihre Formen? - Wo sollten Sie sich noch mehr auf die Schliche kommen? - Können Sie über sich selbst lachen? - Ist Ihnen lieber, sich selbst zu erkennen oder von anderen erkannt zu werden? - Welche Bedeutung haben Spiegel in Ihrem Leben? - Haben Sie überhaupt Zeit für sich? - Kommen Sie in Ihrem täglichen Ka- lender vor? - Wären Sie manchmal gern eine andere oder ein anderer? - Worin sind Sie sich fremd geblie- ben? - Was über sich wollen Sie lieber gar nicht erst wissen? - Können Sie sich selber überraschen? - Be- halten Sie Ihre Selbsterkenntnis für sich? - Reden Sie mit Gott darüber? - Oder lieber mit Freunden?


Matthias Krieg (1998) aus Lebenskunst - Stücke für jeden Tag
Briefe von Marie Durand (1711-1776)

Die Barmherzigkeit ist das wahre Prinzip unserer Religion, aber sie praktizieren sie nicht. Kurz, es scheint, als befänden wir uns in den letzten Tagen, weil diese göttliche Tugend erkaltet ist. Wahre Christen werden nicht dafür verurteilt werden, dass sie die Reinheit des Evangeliums aufgegeben haben, da sie sich tatsächlich ständig dazu bekennen; sondern sie werden dafür verurteilt werden, dass sie Jesus Christus nicht in den Gefängnissen in der Gestalt seiner Geschwister besucht haben. […] Mögen sie lernen, dass der Herr Jesus verspricht, sogar ein Glas mit kaltem Wasser zu vergelten, das man seinen Kindern gibt.

Marie Durand war eine französische Protestantin (Hugenottin), die 38 Jahre lang wegen ihres Glaubens inhaftiert war. Sie gilt bis heute als Stimme des Widerstands gegen religiöse Intoleranz.


Brief an Justine Pechaire de Vallon, 21. Mai 1740
850 Jahre Waldenserbewegung

Waldenserkirche Torre Peliche, Piemont (Foto: Jan Szturc)